Chronik
Birsteins wahrscheinlich ältestes Gasthaus in Familienhand
Das alt-renomierte Gasthaus Reichert ist
bereits gut bekannt und seit Jahrzehnten gerne besuchte Gaststätte in
Birstein-Illnhausen.
Bereits im Jahr 1878 gründete ein Schäfer namens Heinrich Reichert (1.) mit seinem Sohn Heinrich (der Zweite) und dessen Gattin die Gastwirtschaft im Herzen Illnhausens.
Schon damals war die Brauerei "Pfungstädter" bei den Reicherts Lieferant und versorgte das Gasthaus, dem eine Spezerei angehörte, per Pferdegespann oder Schlitten mit dem Bier. Der Grüne Stern im Wappen der Brauerei stand daher auch Pate, als das Haus Reichert im Jahr 2002 den Namen "Zum grünen Stern" bekommen hat.
Schon auf einer Postkarte aus dem
Jahr 1908 (s.r.) war dieses beliebte Ausflugsziel abgebildet.
Neben einem gemütlichen Wirtsraum und einem großen Nebenraum steht den
Gästen auch ein Saal zur Verfügung. Unser Saal wurde auf drei Etappen gebaut,
zwei Teile vor dem Krieg und der dritte Teil danach. Der dritte Teil wurde erst
als Bühne erbaut wo Gesangverein Lieder sangen und Theaterstücke nach der
Kriegszeit aufgeführten um eine Geselligkeit und Gemeinschaft in drei dicht
aneinander liegenden Dörfer zu bringen (Kirchbracht, Mauswinkel, Illnhausen, im
Dorfmund Kirchmaushausen).
In der Kriegszeit wurde der Saal für Flüchtlinge als Wohnung eingeteilt.
Jetzt ist noch der Harmonische alte Baustiel zu spüren, mit zwei tragenden
Säulen, Holzdecke und einem Holzfußboden, der aus Sägespänebrei gegossen wurde,
diese Art Boden gibt es nicht mehr.
Nach dem Krieg seit 1945 wurde dort die Kerb gehalten, obwohl die Flüchtlinge
noch in einem kleinen Teil des Saales wohnten.
In den Kriegszeiten wurden in unserem Gasthaus, die Familie Reichert in 3 Generationen
und Flüchtlinge untergebracht (insgesamt 28 Personen).
Für Übernachtungen stehen drei Einzelzimmer und drei Doppelzimmer zur Verfügung. Freundliche Gastlichkeit und auf Wunsch auch Partyservice werden liebevoll serviert.
In fünfter Generation steht heute Heinrich Klaus Reichert hinter dem Tresen und seine Frau Andrea Reichert hilft ihm, die alte Tradition hochzuhalten.
Daten aus dem Geschichtsverein Birstein:
4. Oktober 1899
Antrag von Heinrich Reichert an die Gemeinde Illnhausen, im Hof einen
Kesselofen betreiben zu dürfen
10. Dezember 1899
Mitteilung des Bürgermeisteramtes, dass Heinrich Reichert einen Anbau an
seinen Stall errichten will
Heinrich Reichert I (1862-1933) Gertrud Reichert geb. Pfeiffer aus Kirchbracht (1863-1938)
Heinrich Reichert II (1883-1962) Geb. in Jule
Emma Reichert (1885-1967) Geb. Peppel aus Ober-Seemen
Mai 1900
Im Garten wurde eine Kegelbahn mit Getränkehalle errichtet
24. April 1901
Antrag zur Erbauung eines Stalles (gegenüberliegende Straßenseite)
23. Februar 1921
Antrag von Heinrich Reichert II zu einem Stallneubau
Heinrich Reichert III (1909-1975)
Marie Reichert (1913-2002) geb. Eifert aus Metzlos-Gehaag
Heinrich Reichert IV (1933-2000)
Inge Reichert (1939-2000) geb. Förnges aus Helfersdorf
Heinrich Klaus Reichert V geb. 1959
Andrea Reichert geb. Heckert aus Kirchbracht